Radtouren

Der Elberadweg

Die Elbe mit ihren Flusslandschaften zählt zu den markanten Gebieten in Anhalt Wittenberg. Aktivurlauber finden hier ein Paradies und besonders Radler kommen auf ihre Kosten. Schon in Böhmen beginnt der Elberadweg, der zu den beliebtesten Fernradwegen in Deutschland gehört. In Anhalt Wittenberg führt er den Radfahrer durch die Dübener Heide bis zum Wörlitzer Gartenreich. Auch die Bauhausstadt Dessau-Roßlau wird angesteuert. In Alken folgt die Überfahrt nach Steckby, wo der Lödderitzer Forst und die Auenlandschaft des Biosphärenreservates Mittelelbe erkundet werden können. Hier befindet sich schon seit 1932 die einzige staatliche Vogelschutzwarte in Sachsen-Anhalt. Das malerische Ronney ist die nächste Station der Tour. Hier lohnt sich der Besuch des Umweltzentrums, in dem man sich über die Streuobstwiesen und Baumgärten informieren kann. Danach zieht sich der Elberadweg weiter in Richtung Magdeburg.

Im Köthener Land

Von Köthen ausgehend führt die Route in Richtung Westen an einem ehemaligen Wasserschloss zum Paschlewwer Freizeit und Ferienhof. Hier kann man im Fischspezialitäten genießen, Angeln und im Hofladen regionale Produkte erstehen. Außerdem gehören noch ein Reiterhof und Apartments zur Anlage. Wulfen mit seinem prähistorische Großsteingrab bildet das nächste Ziel der Tour durch das Köthener Land. Über Bobbe und Dornbruck wird der Wulfener Bruch erreicht, der zum Biosphärenreservat Mittelelbe gehört. Hinter Mennewitz bietet sich ein komfortabler Campingplatz mit vielen Freizeiteinrichtungen zum Übernachten an. Daneben bildet der Neolithteich ein Ziel für Hobby-Ornithologen. Von einem speziellen Beobachtungshügel am Nordwestufer können sie Graugänse, Haubentaucher, Löffelenten, Große Rohrdommeln und zahlreiche andere Vögel sehen. Dann wird über die Orte Micheln, Klietzen und Elsdorf der Startpunkt Köthen erreicht.

“Kohle Dampf Licht”

Diese Erlebnisroute zeigt den Radlern Einblicke in die Industriegeschichte der Region zwischen Wittenberg und Bitterfeld. Sie startet am Bahnhof in Bitterfeld-Wolfen und führt zur ersten Station, dem Kreismuseum Bitterfeld, das eine beeindruckende Bernsteinsammlung präsentiert. Der Weg wird fortgesetzt bis zum Großen Goitzschesee und dem Wasserzentrum Bitterfeld. Hier ist in einem ehemaligen Trinkwasserbehälter eine Ausstellung zum Thema Umwelt und Wasser zu sehen. Am Wahrzeichen des Landschaftsparks Goitzsche, dem 26 Meter hohen Pegelturm, geht es vorbei zum Buchdorf Mühlbeck-Friedersdorf. Mit 15 Antiquariaten und über 500.000 Büchern ist es ein herrliches Ziel für Leseratten. Die Strecke zieht sich dann auf die Halbinsel Pouch, dem Zentrum des Landschaftspark Goitzsche. Das weltweit größte Landschaftskunstobjekt, das an die Geschichte des Bergbaus der Region erinnern soll, bildet hier die Attraktion. Am Roten Turm und an der Goitzsche entlang wird die Fahrt fortgesetzt, bis der Ausgangspunkt in Bitterfeld erreicht wird.